Frauenarzt
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Frauenarzt Praxis Dr. Dr. med. Imer Hajdari FMH
Frauenarzt Praxis Dr. Dr. med. Imer Hajdari FMH

Brustoperationen und Diagnostik

Aktuell finden hauptsächlich die Mammographie, der Ultraschall und die Magnetresonanz (MRI) Anwendung zur Darstellung der weiblichen Brust. Das Standardverfahren ist die Mammographie, wobei der Brustultraschall durch die neuen, hochauflösenden Geräte zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bei unklaren Fällen hilft meist die MRI Untersuchung weiter. Jedes Verfahren hat vor und Nachteile, die wir jeweils individuell mit der Patientin besprechen.

Als Mitglied des Brustzentrums Seefeld können wir unseren Patientinnen eine optimale und rasche Abklärung von Brustveränderungen aus einer Hand anbieten.

 

 

Ultraschall der Brust

Der Ultraschall stellt eine sinnvolle Ergänzung der Mammographie dar. Bei jungen Frauen unter 40 Jahren und bei röntgendichten Brüsten ist die Ultraschalluntersuchung oft aufschlussreicher als die Mammographie. Viele Frauen schätzen den Ultraschall wegen der fehlenden Strahlenbelastung und der schmerzlosen Untersuchung. Dank unseres neuen 3D Ultraschallgerätes lassen sich verdächtige Befunde noch genauer untersuchen (siehe Bilder weiter unten).

Beispiele von gutartigen und bösartigen Brustknoten, welche anlässlich der Jahreskontrolle mittels Ultraschall in der Sprechstunde entdeckt wurden.
Gutartige Befunde zeichnen sich aus durch eine scharfe Begrenzung und durch eine Verstärkung der Echos (helles Band) unterhalb des Befundes.
Typisch für eine Krebsgeschwülst sind die unregelmässige dunkle Echostruktur und derSchallschatten  unterhalb des Tumors.

 

 

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gutartige Zyste 9x16mm

gutartiger Knoten 5x6mm gross

 
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Brustkrebs 5x6mm gross

Brustkrebs 7x10mm gross

Links kleiner Brustkrebsknoten von 8mm und rechts grösserer gutartiger Knoten

Gleicher Befund in der 3D-Darstellung: beim kleinen Knoten ist die unscharfe Kontur mit den Krebsfüsschen besonders gut sichtbar. Dagegen ist der grosse Knoten scharf begrenzt und deshalb gutartig

Im konventionellen 2D Ultraschall ist der kleine Knoten nicht typisch bösartig aussehend. Das unregelmässige Echomuster lässt aber ein Karzinom vermuten.

Dagegen lässt sich im 3D Ultraschall die unregelmässige Kontur mit den Krebsfüsschen, welche ins umliegende Gewebe einwachsen, gut darstellen und der Knoten erscheint deshalb als bösartig.














Mammographie
Gemäss den neusten KVG Richtlinien wird eine Mammographie ab dem 50. Altersjahr alle 2 Jahre durch die Krankenkasse bezahlt. Grosse Studien haben aufgezeigt, dass regelmässige mammographische Kontrollen der Brust (alle 2 Jahre) die Sterblichkeit an Brustkrebs um etwa einen Drittel senkt.

Die Mammographie sollte kurz nach der Periode erfolgen, da die Brust zu diesem Zeitpunkt am wenigsten empfindlich ist. Die Strahlenbelastung ist mit den modernen Geräten sehr gering und stellt nach heutigem Wissen kein erhöhtes Risko für die strahlenbedingte Entstehung eines Brustkrebses dar.

 

 

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Brustkrebs mit typischen "Krebsfüsschen"
(Bild Prof.R.Otto, Baden)

Mikrokalk als erstes Zeichen des Krebs
(Bild Prof.R.Otto, Baden)

 
Magnet Resonanz Imaging (MIR)
Beim MRI wird die Brust innerhalb einer Magnetspule ohne Belastung durch Röntgenstrahlen untersucht. Das Verfahren eignet sich besonders bei unklaren mammographischen Befunden. Durch Einspritzen des Kontrastmittels "Gadolinium" in eine Vene, kann die Anreicherung des Kontrastmittels in Krebsgeschwülsten mit hoher Sicherheit aufgezeichnet werden. Dabei können auch kleinste Satelitenherde in der Brust nachgewiesen werden. Das Verfahren ist recht teuer und es ist ratsam, zuerst von der Krankenkasse eine Kostengutsprache einzuholen.
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Brusterkrankungen

 

Auf dieser Seite befassen wir uns mit den bisher bekannten Risikofaktoren für Brustkrebs und geben Ihnen eine Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust.
Auf einer zweiten, separaten Seite zeigen wir Ihnen die Diagnosemöglichkeiten auf.

1. Risikofaktoren
2. Selbstuntersuchung der Brust
3. Brustdiagnostik

4. Entfernung gutartiger Knoten (siehe separate Seite)
5. Brustkrebs-Operation (siehe separate Seite)

Der Brustkrebs ist der häufigste Krebs der Frau. Ab dem 50. Lebensjahr muss in der
Schweiz ca. jede 10. Frau mit dem Auftreten eines Brustkrebses im Laufe Ihres weiteren Lebens rechnen. Je früher ein Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Durch die regelmässige Selbstuntersuchung der Brust und durch die Mammographie bzw. den Brustultraschall lässt sich ein Krebsbefall früher erkennen.

 

1. Risikofaktoren

Am wichtigsten ist das genetische Risiko, dass heisst die familiäre Belastung. Ist die Mutter oder eine Schwester an Brustkrebs erkrankt, erhöht sich das eigene Risiko um das zwei bis dreifache. Bei familiärer Belastung sollten ab dem 40. Lebensjahr regelmässige Mammographie-Kontrollen alle ein bis zwei Jahre erfolgen. Wer keine Mammographie wünscht kann alternativ auch die Brust mittels hochauflösendem Ultraschall untersuchen lassen. Am besten ist die Kombination beider Methoden.

Als weitere Risikofaktoren gelten:
- Übergewicht
- Alkohol- und Nikotinmissbrauch
- Ernährungsgewohnheiten (zu viel Fett oder zuviel Kalorien)

Die Antibaby-Pille erhöht das Risiko nach bisherigem Wissen nicht. Inwiefern die Hormoneinnahme nach der Abänderung das Brustkrebsrisiko ansteigen lässt, ist sehr umstritten. Vergleiche dazu unsere spezielle Seite zur Hormonen und Brustkrebs.

 

2. Die Selbstuntersuchung der Brust

Die Brust sollte jeden Monat nach der Periode untersucht werden. Dabei wird zunächst im Spiegel die Form der Brust und die Hautbeschaffenheit betrachtet. Zum Abtasten wird der gleichseitige Arm hinter den Kopf gelegt und die Brust mit der Gegenhand abgetastet. Durch Einseifen der Haut oder durch Benützung einer Hautlotio lässt sich die Brustdrüse besser spüren. Mittels kreisenden, massierenden Bewegungen kann die Brust spiralenförmig von der Brustwarze beginnend abgetastet werden. Zum Schluss werden die Achselhöhlen ebenfalls untersucht.

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1. Betrachten Sie Ihre Brust vor dem Spiegel und achten Sie auf Veränderungen in Form und Grösse sowie auf die Beschaffenheit der Haut (Orangenhaut, Vorwölbungen, Einziehungen) 2. Tasten Sie mit den Fingern der flach aufliegenden Gegenhand ab und benützen Sie eine Körperlotion oder Seife, damit die Finger besser über die Brust gleiten.
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3. Nachdem Sie die ganze Brust von Innen nach Aussen mit kreisenden, massierenden Bewegungen abgetastet haben, sollten Sie auch die Achselhöhlen sorgfältig untersuchen. Achten Sie dort auf kleine, erbsengrosse Lymphknoten. 4. Zum Schluss wird die Brustwarze und das darunterliegende Gewebe untersucht.
Drücken Sie die Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger aus und achten Sie ob Flüssigkeit austritt. Ist dies der Fall merken Sie sich die Farbe (milchig, gelblich oder blutig) und melden Sie Ihre Beobachtung umgehend Ihrem Arzt.

Brustkrebs: Abklärung und Behandlung

 

Falls eine Frau von einer Brustveränderung betroffen ist und der Verdacht auf ein Brustkrebs besteht, ist es nicht zuletzt aus psychologischen Gründen besonders wichtig, die Abklärung fachgerecht und möglichst rasch durchzuführen. Als Mitglied des Aerztenetzwerkes des Brustzentrums Seefeld bin ich in der Lage, alle notwendigen Abklärungen und Behandlungen selber kompetent aus einer Hand anzubieten, so dass kein Arztwechsel nötig ist. Dank modernster Ausrüstung in den Privatspitäler, können wir unsere Patientinnen schonend und mit guten ästhetischen Ergebnissen operieren. Wo angebracht, können wir auch die neue Sentinel-Methode zur Biopsie der Achsellymphknoten anwenden. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Diagnostik so rasch und so weit voranzutreiben, dass die definitive Diagnose (Brustkrebs ja oder nein) bereits vor einer Brustoperation klar ist. Unser hochauflösendes 3D Ultraschall hilft uns dabei, verdächtige Befunde genauer abzuklären (insbesonders bei unklaren mammographischen Befunden oder bei röntgendichten Brüsten).

 

Abklärung

Verdächtige Veränderungen lassen sich zum grössten Teil bereits in der Praxis mittels Feinnadelpunktion oder Stanzbiopsie in örtlicher Betäubung unter Ultraschallkontrolle abklären. Das Ergebnis steht in der Regel bereits nach 24 Stunden fest. Mit unserem hochauflösenden 3D Ultraschall lassen sich auch bei kleinsten Befunden verdächtige Krebsfüsschen feststellen.
Bei der Feinnadelpunktion wird der Befund mit einer feinen Nadel mit Hilfe des Ultraschalls punktiert und Zellmaterial gewonnen, welches der Zytologe untersuchen kann. Durch Punktion unter Ultraschallkontrolle wird gesichert, dass die richtige Stelle angestochen wird. Die Punktion ist nicht viel schmerzhafter, als eine Blutentnahme.

Bei der Stanzbiopsie (Truecut-Biopsie) verfährt man ähnlich, wobei die Stelle zuerst mittels örtlicher Betäubung unempfindlich gemacht wird. Durch die etwas dickere Hohlnadel lassen sich feine Gewebszylinder gewinnen, welche durch den Pathologen besonders gut untersucht werden können. Damit lässt sich in den allermeisten Fällen die Diagnose eines Brustkrebses stellen bzw. ausschliessen.

 

 

Operation bei Brustkrebs

 

Da wir heute dank Mammographie und Ultraschall meistens kleine Tumoren vorfinden, lässt sich ein Brustkrebs in ca. 80 bis 90% brusterhaltend operieren. Dabei wird der Knoten mit einem Sicherheitsrand entfernt und die Wundhöhle durch sorgfältiges Präparieren des umliegenden Gewebes wieder so weit gedeckt, dass sehr schöne kosmetische Ergebnisse ohne Einziehungen erzielt werden. Bei brusterhaltendem Vorgehen ist immer eine Nachbestrahlung der Brust notwendig.

Brusterhaltende Operation mit Sentinelbiopsie

Zunächst wird der Tumor mit einer radioaktiven Substanz und mit blauem Farbstoff umspritzt. Mit Hilfe einer Gammasonde werden nun die radioaktiv markierten Lymphknoten in der Achselhöhle aufgesucht. Ein kleiner Schnitt genügt, um die blau markierten Lymphknoten zu finden. Die Wunde ist dadurch viel kleiner, als bei einer vollständigen Ausräumung der Lymphnoten und damit ist auch die Gefahr einer späteren Armschwellung deutlich vermindert. Die entfernten Knoten werden zur Schnellschnittuntersuchung gegeben. Nur bei Befall der Lymphknoten ist eine vollständige Ausräumung der Achselhöhle nötig.

Anschliessend wird der Hautschnitt direkt über dem Tumor gelegt und das befallene Gebiet entfernt. Die Wunde wird durch eine Verschiebeplastik des umliegenden Brustgewebes wieder gedeckt.

Bei einem grösseren Befund oder bei einem ausgedehnten Befall des Brustgewebes ist es manchmal unumgänglich, die Brust vollständig zu entfernen. Dabei diskutieren wir mit der Patientin immer die Möglichkeit eines sofortigen Brustaufbaus mit einer Prothese oder mit Eigengewebe. Dank gutem Aerztenetzwerk und Zusammenarbeit mit ausgewiesenen plastischen Chirurgen, können wir unseren Patientinnen immer die optimalste Lösungt anbieten.

Nachbestrahlung der Brust

Bei einem brusterhaltendem Vorgehen ist eine Nachbestrahlung der Brust unbedingt nötig, um ein lokales Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Die heutigen Bestrahlungsgeräte und die Technik ist dank Computertechnik soweit optimiert, dass Bestrahlungsschäden weitgehend vermieden werden können. In der Regel sind ca. 20 bis 25 Sitzungen nötig, welche ambulant durchgeführt werden. Nach etwa einem halben bis einem Jahr ist von der Bestrahlung kaum mehr etwas zu sehen.

Chemotherapie

Die meisten betroffenen Frauen fürchten sich vor einer allfällig notwendigen Chemotherapie. Die Medizin hat aber inzwischen diesbezüglich grosse Fortschritte gemacht, so dass die Nebenwirkungen vermindert werden konnten. Ob eine Chemotherapie überhaupt nötig ist, hängt von der Tumorbeschaffenheit und vom Lymphknotenbefall ab. Die Situation wird deshalb mit jeder Patientin zusammen mit unseren Onkologen individuell besprochen, so dass eine massgeschneiderte Nachbehandlung zusammengestellt werden kann.

Hormonelle Nachbehandlung

Je nach Tumorbeschaffenheit (Rezeptoren für Hormone vorhanden?) und Alter der Patientin kann eine anschliessende Nachbehandlung mit Anti-Oestrogenen (Tamoxifen oder Aromatasehemmer) sinnvoll sein. Bei jüngeren Patientinnen vor der Menopause kann manchmal eine medikamentös induzierte Menopause die Prognose verbessern. In der Regel wird eine antiöstrogen Therapie über 5 Jahre fortgeführt.

Nachkontrollen

Selbstverständlich führen wir - manchmal abwechselnd mit unseren Onkologen - auch nach erfolgter Operation und Nachbehandlung die periodisch notwendigen Nachkontrollen durch. In den ersten 2 Jahren nach der Operation erfolgen die Kontrollen alle 3 Monate, später alle 6 Monate. Nach 5 Jahren kann wieder auf jährliche Kontrollen gewechselt werden. Üblicherweise empfehlen wir jährliche Mammographien und zusätzlich Ultraschallkontrollen der Brust.

Schlussbemerkung

Jede Frau sollte sich daran gewöhnen, ihre Brust regelmässig, am besten kurz nach der Periode, abzutasten. Bei einem unklaren Tastbefund sollten Sie nicht zögern, den Arzt aufzusuchen. Auch die regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen, ev. mit zusätzlichem Ultraschall, können helfen, bereits kleinste Tumoren zu finden und damit die Prognose des Brustkrebses zu verbessern. Ab 50 Jahren empfehlen wir zudem regelmässige Mammographien durchzuführen. Bei familiärer Belastung kann es sinnvoll sein, bereits früher (ca. mit 40 Jahren) eine Basis-Mammographie vorzunehmen. Weil jüngere Frauen oft über ein dichtes Brustgewebe verfügen, welches die Aussagekraft der Mammographie vermindern, sind zusätzliche Ultraschalluntersuchungen sinnvoll.
Dank optimaler Abklärung und Behandlung haben wir in der Schweiz weltweit einer der besten Prognosen bezüglich Brustkrebs. Eine "Vogel Strauss Politik" und ein Verdrängen von neu auftretenden Tastbefunden sollte deshalb möglichst der Vergangenheit angehören!

Wir sind für Sie da!

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Wehntalerstrasse 441
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